H24 Hilfe - Betreuung - Pflege GmbH
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Pflegegeld und Pflegestufen

Stand: Jänner 2019

In Österreich haben wir 7 bedarfsorientierte Pflegestufen. Die jeweilige Pflegestufe wird nach Antragstellung bei der jeweiligen Pensionsversicherung durch eine/-n medizinische/-n GutachterIn bei einem vorher angekündigten Hausbesuch beurteilt und festgesetzt. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen funktions- und diagnosebezogener Mindesteinstufung.

Die funktionsbezogene Einstufung ist eine Beurteilung des individuellen Pflegebedarfs. Eine diagnosebezogene Mindesteinstufung hat für die Pflegestufen 3, 4 und 5 zu erfolgen. Sollte sich zwischen funktions- und diagnosebezogener Einstufung eine unterschiedliche Einstufung ergeben, wird die höhere Einstufung angenommen.


Wann haben Sie Anspruch auf Pflegegeld?

Anspruch auf Pflegegeld besteht wenn

  • ständiger Pflegebedarf aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung oder einer Sinnesbehinderung vorliegt,
  • der Pflegebedarf mehr als durchschnittlich 65 Stunden monatlich beträgt und voraussichtlich mindestens sechs Monate andauern wird
  • und sich der gewöhnliche Aufenthalt der betroffenen Person in Österreich befindet (die Gewährung von Pflegegeld im Europäischen Wirtschaftsraum und in der Schweiz ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich).

Wie hoch ist das Pflegegeld und wie wird die Pflegestufe berechnet?

Die Pflegestufe wird nach dem monatlichen Pflegebedarf in Stunden berechnet und die Pflegestufe bestimmt die Höhe des Pflegegeldes.

Tabelle: Pflegestufen nach Pflegebedarf und Höhe des Pflegegeldes


Was sollten Sie schon bei der Antragstellung beachten?

Bitte schicken Sie schon mit dem Antrag alle relevanten fachärztlichen Befunde mit - wir sprechen aus Erfahrung!

WICHTIG: Wenn Sie aufgrund einer demenziellen Erkrankung einen Antrag auf Pflegegeld oder auf Erhöhung der Pflegestufe stellen: gerade bei einer Demenz im Anfangsstadium oder bei einer vaskulären Demenz kann es leicht passieren, dass die betroffene Person beim Hausbesuch des/der GutachterIn gerade keine Anzeichen und/oder Symptome zeigt und somit keine oder eine niedrigere Pflegestufe festgesetzt wird. Daher empfehlen wir Ihnen dringend, einen entsprechenden fachärztlichen psychiatrischen oder neurologischen Befund NOCH VOR ANTRAGSTELLUNG einzuholen! Hierbei sind wir Ihnen gerne behilflich und stellen für Sie den Kontakt zu unseren H24-Demenz-KooperationspartnerInnen, OA Dr. Michael Schneider und DPGKP Julia Tausendschön-Fernitz, her.

Nähere Informationen finden Sie in unserer Website zu unserem H24-SCHWERPUNKT-KONZEPT DEMENZ & ALZHEIMER.

Auch eine entsprechende Pflegeempfehlung einer diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegeperson (DGKP) sollte schriftlich vorliegen und mitgeschickt werden. Gerne erstellen unsere H24-DGKP für Sie gegen gesonderte Abrechnung die Pflegeempfehlung.

Bei Entlassung aus einem Krankenhaus bitten Sie am Besten um die Ausstellung eines Pflege-Entlassungsbriefes - dieser wird meistens nicht automatisch mit dem ärztlichen Entlassungsbrief ausgefolgt, sondern nur auf Verlangen.

Selbstverständlich erledigen wir für unsere KlientInnen als KOSTENLOSE SERVICELEISTUNG auch die Ansuchen um Pflegegeld bzw. um Erhöhung der Pflegestufe!