H24 Hilfe - Betreuung - Pflege GmbH
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Was das Pflegegeld noch wert ist

Inflation und Wertverlust

Pflege ist in den letzten Wochen ein allgegenwärtiges Thema in österreichischen Medien. Jeder fordert etwas: höhere Qualität bei der 24-Stunden-Betreuung, bessere Entlohnung der Betreuerinnen, Gehaltserhöhungen für Mitarbeiter in sozialen Berufen (z.B. Pfleger und Heimhilfen).

Natürlich sind all diese Forderungen berechtigt. Aber irgend jemand wird das alles zahlen müssen. Allerdings ist das Problem dabei, dass diejenigen, die diese Kosten tragen müssen, bei all diesen Forderungen leer ausgehen, nämlich die Personen, die Pflege benötigen.

Wo die Gehälter bei den Sozialberufen um 3,2% angehoben werden, beträgt die Pensionserhöhung gerade einmal zwischen 2,0 - 2,6%. 

Noch schlimmer ist es um das Pflegegeld bestellt. Hier wurde die letzte marginale Erhöhung vor mehreren Jahren durchgeführt. Alleine der Wertverlust durch Inflation ist seit Einführung des Pflegegeldes im Jahr 1993 enorm.

So müssten Bezieher von Pflegegeld der Stufe 4 statt der derzeitigen 677,00 Euro inflationsbereinigt 940,00 Euro erhalten, also um nahezu 40% mehr. Das bedeutet, man verliert pro Monat 262,00 Euro, das sind im Jahr 3.150,00 Euro!


Gleiches gilt für den staatlichen Zuschuss zur 24-Stunden-Betreuung. Statt der heutigen 550,00 Euro sollte der Zuschuss bereits 668,00 Euro betragen. Das entspricht einem monatlichen Wertverlust von 118 Euro, das sind immerhin 1.411,00 Euro im Jahr.

Viele Politiker sprechen vom Recht auf würdevolles Altern. Genau das wünschen und fordern wir alle für unsere Angehörigen, und später auch einmal für uns. Denn wir alle, damit meine ich auch die Politiker, die dieses Thema nur zu gerne verschleppen, könnten vielleicht auch einmal in einer solchen Situation sein. Das sollten wir niemals vergessen.

Leider versagte der Staat bis heute, um dieses Recht auch zu ermöglichen. Die notwendige Erhöhung des Pflegegeldes, wie auch der staatlichen Zuschüsse wird von Jahr zu Jahr verschoben. Derzeit warten alle auf den "Masterplan Pflege", den uns die Regierung immer wieder in Aussicht stellt. Bis heute sieht es so aus, als gäbe es keinerlei greifbare Fortschritte.